Kindertagespflege · Kinder von 1 bis 3 Jahren

Unser Konzept

Wie wir bei den kleinen Eulen leben, lernen und wachsen – von der ersten Begegnung über die Eingewöhnung bis zum gemeinsamen Alltag.

👋 Über mich

Mein Name ist Tobias Hartmann, ich bin 38 Jahre alt und habe meine Tagespflegequalifikation am 10.10.2017 abgeschlossen. Seit 2015 bin ich in der Kindertagespflege „Die kleinen Eulen“ tätig – zunächst gemeinsam mit meiner Mutter, die die kleinen Eulen mit viel Herz aufgebaut hat.

Seit sie im vergangenen Jahr in den wohlverdienten Ruhestand gegangen ist, führe ich die kleinen Eulen mit derselben Liebe und Erfahrung alleine weiter. Seit 2025 gehört außerdem unser vierjähriges Pflegekind fest zu unserer Familie – die kleinen Eulen sind für mich echte Herzensangelegenheit und ein Stück gelebtes Familienleben.

📋 Gesetzlicher Rahmen

Meine Arbeit als Kindertagespflegeperson richtet sich nach dem § 23 SGB VIII (Förderung in Kindertagespflege) und der Pflegeerlaubnis nach § 43 SGB VIII, erteilt durch das Jugendamt der Stadt Wuppertal. Grundlage der pädagogischen Arbeit ist außerdem das Kinderbildungsgesetz (KiBiz) sowie die Bildungsvereinbarung NRW. Ziel ist die Bildung, Erziehung und Betreuung der Kinder zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit.

🏡 Willkommen & Räumlichkeiten

Schon beim ersten Telefonat bekommen Eltern und ich einen ersten Eindruck voneinander, der bei einem persönlichen Gespräch in den Räumlichkeiten vertieft wird.

5 Betreuungsplätze bis 41 Std. pro Woche ca. 65 m² Wohnung

Ich biete 5 Plätze für Kinder mit einer wöchentlichen Betreuungszeit von bis zu 41 Stunden. Dafür steht am Domagkweg 39, 42109 Wuppertal eine angemietete Wohnung mit ca. 65 m² zur Verfügung. Zwei Räume dienen dem freien Spiel und der gemeinsamen Zeit – einer davon wird in der Ruhezeit zum Schlafraum.

Spielbereich mit Tischen, Stühlchen und Spielteppich

🕐 Betreuungszeiten & Urlaub

Montag bis Donnerstag: 07:00 – 15:30 Uhr
Freitag: 07:00 – 14:00 Uhr

Mein Jahresurlaub beträgt 30 Tage. Die Urlaubstage gebe ich zu Beginn des Jahres schriftlich bekannt.

🛟 Sicherheit

  • Absolvierter Erste-Hilfe-Kurs mit dem Schwerpunkt Kinder; ein Erste-Hilfe-Kasten ist vorhanden.
  • In allen Räumen befinden sich Rauchmelder, im Flur hängt ein Feuerlöscher, die Fenster dienen als Notausgang.
  • Reinigungs- und Putzmittel werden für Kinder unzugänglich aufbewahrt.
  • Herd und Backofen sind besonders gesichert, alle Steckdosen sind abgesichert.
  • Es befinden sich weder in der Wohnung noch im Eingangsbereich giftige Pflanzen.

🌱 Der Weg zu uns

Das erste Zusammentreffen

Beim ersten Treffen von Kind, Eltern und mir erkunden wir gemeinsam die Räume und Spielmöglichkeiten und klären erste Fragen. In Ruhe entscheiden Sie, ob die kleinen Eulen der richtige Platz für Ihr Kind sind.

Die Entscheidung ist getroffen

Ist die Entscheidung gefallen, lade ich Sie außerhalb der Betreuungszeiten ein, um den Vertrag zur Eingewöhnungsphase zu unterzeichnen und den fortlaufenden Betreuungsvertrag vorzubereiten. Gemeinsam besprechen wir den Ablauf der Eingewöhnung (in Anlehnung an das Berliner Modell).

Die Eingewöhnung läuft

Ihr Kind wendet sich mir Tag für Tag mehr zu und fühlt sich zunehmend sicher. Sie als Eltern gewinnen Vertrauen, Ihren Schützling in meine Hände zu geben.

Der Start

Am ersten Tag darf mit: Windeln, Wechselsachen, Matsch- & Regenkleidung, Gummistiefel, Feuchttücher, Hautcreme und Trinkflasche. Im Sommer zusätzlich Sonnencreme, Badesachen und Sonnenhut, im Winter Mütze, Schal und Handschuhe – bei Bedarf Schnuller, eine besondere Decke und eventuelle ärztliche Atteste.

Pädagogische Schwerpunkte

Partizipation, Eigenständigkeit & Kreativität

„Entscheidungen, die das eigene Leben und das Leben der Gemeinschaft betreffen, zu teilen und gemeinsam Lösungen für Probleme zu finden“ (Richard Schröder) – so verstehe ich Partizipation. Kinder sind kompetente Akteure ihrer eigenen Entwicklung und setzen sich von Beginn an aktiv mit ihrer Umwelt auseinander.

Im Morgenkreis oder beim Essen dürfen die Kinder Vergangenes reflektieren, Probleme benennen, Lösungen vorschlagen und die nächsten Wochen mitplanen – etwa bei der Auswahl des Mittagessens. Ergebnisse halten wir in einem für die Kinder zugänglichen Buch mit ihren Zeichnungen fest. Die Kinder wählen ihre Spielpartner, bestimmen Ort und Dauer ihres Spiels und lösen altersgemäße Konflikte zunehmend selbst. Gemeinsam erarbeitete Regeln stärken Kommunikationsfähigkeit und Verantwortungsgefühl.

Mathematische Bildung

Zahlen und Rechnen begegnen uns im Alltag: Wir zählen das Spielzeug beim Aufräumen oder die Nudeln auf dem Teller, zählen vorbeifahrende Autos und rechnen die Busse zusammen. Der Nachmittags-Snack wird zählend aufgeteilt, sodass jedes Kind sieht, dass es den gleichen Anteil wie die anderen bekommt.

Unser Bildungsverständnis

Bei mir wird Lernen mit Spaß großgeschrieben. Jedes Kind bringt Begabungen und Talente mit, die entdeckt, gefördert und herausgefordert werden wollen. Ich begegne Eltern und Kindern auf Augenhöhe – ohne Unterschiede zwischen Bildungsstand, Religion, kultureller Herkunft, Beeinträchtigung, Geschlecht oder Alter – und begleite jedes Kind liebevoll und achtsam in seiner individuellen Entwicklung.

🕗 Gemeinsames Frühstück täglich von 08:00 – 08:30 Uhr. Bitte beachten Sie diese feste Zeit bei Ihrer Bring-Planung, da sie nicht individuell verschiebbar ist.

Ökologische Bildung

Im Mittelpunkt steht das Wissen über die gesunde Wechselbeziehung von Pflanzen, Tieren und Menschen. Wir kümmern uns um unsere Gruppenhündin – füttern sie, gehen mit ihr Gassi und lernen die Eigenschaften des Hundes kennen. Im Frühjahr pflanzen wir Blumen in die Balkonkästen, und jedes Kind zieht sein eigenes Basilikum und schaut ihm beim Wachsen zu. Besuche beim Milchbauern oder am Hühnerstall zeigen den Kindern, woher unsere Lebensmittel kommen.

Grüne Umgebung mit großen Bäumen und Wiese rund um die Tagespflege

Bewegung – Grob- & Feinmotorik

Grobmotorik: Krabbeln und Laufen lernen, mit Fahrzeugen fahren, drinnen wie draußen toben, auf Spielplätzen klettern, balancieren, Treppen steigen und kleine Hügel hinauf- und hinunterfahren – und dabei zunehmend selbstständig an- und ausziehen.

Kinder toben gemeinsam draußen in der Natur

Feinmotorik: selbstständiges Essen mit Löffel, dann Messer und Gabel, Trinken aus dem Glas, das Öffnen und Schließen von Knöpfen, Reiß-, Klett- und Schnürverschlüssen sowie der Umgang mit Pinsel, Stiften, Prickelnadeln, Scheren und das Auffädeln von Perlen.

Spielen, Gestalten & Medien

Den Kindern stehen ansprechende Materialien zur Verfügung: Verkleidungssachen, Kinderküche, Spiegel, Schaukeln, Sandkasten, Fahrzeuge, Konstruktions- und Rollenspielzeug, Farben, Pinsel, Papier, Knete, Natur- und wertfreies Material, Bilder- und Sachbücher sowie Hörspiele und Musik – zum freien Erforschen oder gezielt in Projekten.

Sprache

Sprache entsteht durch tägliche Ansprache, Zuhören und Miteinander-Sprechen, durch Bilderbücher, Singen, Fingerspiele und Klatschreime – von der Begrüßung bis zur Verabschiedung. Sprechen ist stets freiwillig; jedes Kind entscheidet selbst, wann und was es sagen möchte. Auch Höflichkeiten wie „Bitte“ und „Danke“ sowie das Streitschlichten gehören zur Sprachförderung. Bilingual aufwachsende Kinder finden hier einen ganz ungezwungenen Kontakt zur deutschen Sprache.

🍎 Körper, Gesundheit & Ernährung

Eine gesunde, ausgewogene und kindgerechte Ernährung ist mir wichtig – deshalb koche ich täglich frisch. Das Mittagessen besteht in der Regel aus mindestens zwei Komponenten und bietet immer eine Auswahl. Essen ist stets freiwillig, doch wir sitzen alle gemeinsam am Tisch, beginnen mit einem Tischspruch und pflegen eine gute Tischkultur. Der Teller muss nicht leer gegessen werden – wer satt ist, ist satt.

Küche, in der täglich frisch gekocht wird
🍲 Essensgeld: 95 € im Monat

Mit zunehmenden Fähigkeiten befüllen die Kinder Teller und Glas selbst und lernen, die Menge richtig einzuschätzen. Vor den Mahlzeiten waschen wir die Hände, danach putzen wir gemeinsam Zähne und waschen Gesicht und Hände. Nach Entwicklungsstand beginnt behutsam das Toilettentraining. Trinkflaschen bitte ausschließlich mit Wasser befüllen – ein Tisch mit den Flaschen steht den Kindern jederzeit zur Verfügung.

📸 Bilddokumentation

KiBiz und die Bildungsvereinbarung NRW sehen vor, die Entwicklung des Kindes zu beobachten und regelmäßig zu dokumentieren – nicht, um Defizite herauszustellen, sondern um individuelle Fähigkeiten, Lernschritte und Stärken festzuhalten. Auf Basis eines Entwicklungsbogens führen wir halbjährlich ein Elterngespräch. Gerne sende ich Ihnen regelmäßig per WhatsApp Bilder aus dem Alltag Ihres Kindes zu, sodass Sie stets auf dem Laufenden und viel stärker in den Alltag Ihres Kindes eingebunden sind.

🎉 Feste & besondere Anlässe

Besondere Anlässe verlangen nach besonderer Gestaltung – vorbereitet mit Bilderbüchern, Geschichten, Spielen und Dekoration:

  • Osterfrühstück am Tag vor Ostern
  • Plätzchenbacken und Weihnachtslieder in der Adventszeit
  • Am Nikolaus füllen die Weihnachtselfen unsere Stiefel mit einer kleinen Überraschung
  • Ein besonderes Mittagessen am Tag vor Weihnachten
  • Karnevalsparty mit Kostümen
  • Geburtstage mit Geburtstagskrone, Spielen und mitgebrachtem Kuchen

Im Sinne der multikulturellen Erziehung sind Brauchtumsfeste aus anderen Kulturkreisen herzlich willkommen – sprechen Sie mich gerne an!

🤝 Erziehungspartnerschaft

Eltern und Tagespflegeperson stehen nicht in Konkurrenz, sondern verstehen sich als sich gegenseitig unterstützende Bezugspersonen des Kindes. Für die bestmögliche Betreuung ist ein ständiger, ehrlicher und wertschätzender Austausch wichtig. Dafür nutzen wir:

  • Kurze „Tür-und-Angel“-Gespräche, wenn die Situation es zulässt
  • Ein halbjährliches Entwicklungsgespräch auf Basis der Entwicklungsbögen
  • In dringenden Fällen einen vereinbarten Telefontermin
  • Bei Bedarf die Fachberatung der Stadt Wuppertal

Das Einhalten von Absprachen, Terminen und Uhrzeiten ist für eine dauerhaft reibungslose Zusammenarbeit von großer Bedeutung.

🧸 Spielsachen & kranke Kinder

Mitbringen von Spielsachen

Ein Kuscheltier o. Ä. darf jederzeit mit – gerade wenn das Trennen morgens schwerfällt, ist es besonders wichtig. Damit es keine Schwierigkeiten gibt, bitte ich Sie: Das Spielzeug sollte in das Eigentumsfach passen und kleine Strapazen aushalten. Bitte nur ein Teil mitgeben, damit ich den Überblick behalte. „Kriegsspielzeug“ (Spielzeugwaffen o. Ä.) darf nicht mitgebracht werden. Für Kinder unter drei Jahren ist Teilen eine große Herausforderung – zunächst lernen sie, zwischen „mein“ und „dein“ zu unterscheiden.

Kranke Kinder

Kranke Kinder kann ich nicht betreuen. Da sich Kinder unter drei Jahren sehr leicht gegenseitig anstecken, bitte ich um Ihr Verständnis: Wird Ihr Kind hier krank, rufe ich Sie an und es muss zeitnah abgeholt werden. Kinder, die fiebern, erbrechen oder Durchfall haben, können erst wieder betreut werden, wenn sie 36 Stunden ohne Medikamente symptomfrei sind. Bitte schaffen Sie sich ein soziales Netzwerk für den Krankheitsfall, denn sonst entfällt die Betreuung für alle Familien.

😴 Ruhephasen

Kinder unter drei Jahren brauchen – gerade in der Gruppe – regelmäßige Ruhephasen. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten: den Schlafraum, in dem jedes Kind sein eigenes Bett hat, sowie das Ausruhen und Kuscheln auf dem großen Sitzkissen. Nach dem Mittagessen halten alle Kinder gemeinsam einen Mittagsschlaf. Auch im Laufe des Tages schiebe ich immer wieder kleine Ruhepausen ein, etwa bei einer Bilderbuchbetrachtung.

🪺 Anhang: Die Eingewöhnung (Berliner Modell)

Grundphase – 3 Tage

Sie bringen Ihr Kind und bleiben etwa eine Stunde (möglichst immer zur gleichen Zeit), danach fahren Sie gemeinsam nach Hause. Bitte:

  • Verhalten Sie sich eher passiv und drängen Sie Ihr Kind nicht
  • Akzeptieren Sie, wenn Ihr Kind Ihre Nähe sucht – seien Sie der „sichere Hafen“
  • Bitte lesen oder spielen Sie nicht mit anderen Kindern
  • Ihr Kind soll das Gefühl haben, Ihre volle Aufmerksamkeit zu bekommen

In dieser Phase gibt es keinen Trennungsversuch. Ich nehme behutsam über Spielzeug Kontakt auf und lerne Sie und Ihr Kind im Umgang miteinander kennen.

1. Trennung am 4. Tag

Fällt der 4. Tag auf einen Montag, verschieben wir die Trennung auf den nächsten Tag. Sie verabschieden sich nach einigen Minuten und verlassen den Raum, bleiben aber in der Nähe. Die Reaktion Ihres Kindes ist der Maßstab für Fortsetzung oder Abbruch:

Kürzere Eingewöhnung, wenn Ihr Kind versucht, selbst mit der Situation umzugehen, wenige Blicke zu Ihnen sucht und nur zufällig Körperkontakt hält.

Längere Eingewöhnung, wenn Ihr Kind häufig Blicke und Körperkontakt sucht und beim Trennungsversuch heftig nach Ihnen verlangt – dann warten wir mit dem nächsten Versuch einige Tage.

Stabilisierungsphase

Ab dem 4. Tag übernehme ich zunehmend die Versorgung (Füttern, Wickeln, Spielpartner sein). Sie überlassen es immer öfter mir, auf die Signale Ihres Kindes zu reagieren, und greifen nur ein, wenn Ihr Kind mich noch nicht annimmt. Am 5. und 6. Tag ist Ihre Anwesenheit weiterhin nötig, damit Sie bei Bedarf dazukommen können.

Schlussphase

Sie sind nicht mehr anwesend, aber jederzeit erreichbar. Die Eingewöhnung ist beendet, wenn Ihr Kind mich als sichere Basis wahrnimmt und sich von mir trösten lässt. Während der gesamten Eingewöhnung sollte Ihr Kind die Tagespflege höchstens halbtags besuchen.

Lernen wir uns kennen 🦉

Sie haben Fragen zum Konzept oder möchten die kleinen Eulen persönlich kennenlernen? Ich freue mich auf Ihre Nachricht.

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